Sonne im Weißlicht und H-alpha Spektrum

 

Photosphäre und Chromosphäre auf einen Blick

Sonne Weißlicht

07.06.2014 - Canon EOS 500d ; Sky-Watcher Maksutow 150/1800 Belichtungszeit:1/250s ; Bader Sonnenschutzfolie

Sonne H-alpha Spektrum

07.06.2014 - Canon EOS 500d ; Telementor 63/840 ; Belichtungszeit: 1/80s ; Etalon/H-alpha-Blockfilter

 

Das Beobachten von Planeten, Sternen und Galaxien ist mit einem Teleskop in der Regel nur bei Dunkelheit möglich. Eine interessante Variante am Tag mit dem Teleskop zu beobachten ist zum Beispiel das Betrachten von Sonnenflecken, Filamenten, Spikulen und Protuberanzen auf unserer Sonne. Selbstverständlich ist dieses nur mit entsprechenden Spezialfiltern möglich, denn ein ungeschütztes Betrachten der Sonne mit einem Fernglas oder Teleskop führt zu irreparablen Augenschäden oder zum Erblinden.

Die beiden Fotos zeigen die Sonne am selben Tag und fast zur gleichen Zeit.

Das erste Foto zeigt die Photosphäre der Sonne. Das ist das Lichtspektrum der Sonne, welches das menschliche Auge wahrnehmen kann.
Bei genauer Betrachtung erkennt man die Granulation auf der Sonnenoberfläche. Die Umbra und Penumbra der Sonnenflecken  sind deutlich zu erkennen.

Das zweite Foto zeigt die Sonne in einer Wellenlänge des Lichtes, der dem angeregten Wasserstoff von 656,28 nm, der  H-alpha Spektrallinie entspricht.
Deutlich zu erkennen sind dadurch Strukturen der Chromosphäre wie Protuberanzen am Sonnenrand und Filamente auf der Sonnenoberfläche. Einzelne Sonnenflecken sind als dunkelrote Flecken erkennbar.
Die Chromosphäre der Sonne ist ansonsten für das menschliche Auge unsichtbar.

  • Andreas sagt:

    Ich hatte zur Langen Nacht der Wissenschaften ja die Gelegenheit bei Euch durch ein solches Sonnenteleskop zu schauen. Es war sehr aufregend und spannend die Sonne einmal ganz anders zu erleben und mit eigenen Augen dort etwas zu sehen, was man sonst nur aus dem Fernsehen oder Internet kennt.

    Das war sehr toll! Danke! Nur schade, dass das Wetter dann so schlecht wurde.

    Ich komme auf jeden Fall wieder.
    Andreas