Gravitationswellen – wenn Albert Einsteins Raumzeit wackelt

Dr. Jan Kantelhardt erklärt am 17. Juni in seinem Gastvortrag, was Gravitationswellen sind, warum sie sich so schwer beobachten lassen und warum sie ein neues Fenster zum Weltall öffnen.

Gravitationswelle (NASA)

Am 14. September 2015 wurden die von Albert Einstein schon 1918 vorhergesagten Gravitationswellen erstmals direkt nachgewiesen. Doch was genau steckt hinter diesem geheimnisvollen Phänomen, welches sich erst durch den Einsatz riesiger, hoch empfindlicher Detektoren nachweisen lässt?

Aus der Allgemeinen Relativitätstheorie folgt, dass eine heftige Beschleunigung großer Massen die Raumzeit zum Schwingen bringt. Diese Schwingungen breiten sich als Wellen mit Lichtgeschwindigkeit aus. Aber sie sind so schwach, dass Einstein an ihrer Nachweisbarkeit zweifelte. Nun ist es mit den LIGO-Detektoren in den USA gelungen, die Gravitationswellen der Verschmelzung von zwei Schwarzen Löchern zu „sehen“, die 36 beziehungsweise 29 Mal so schwer wie unsere Sonne waren. Weitere Detektoren werden zurzeit entwickelt, um andere sonst nicht sichtbare Ereignisse im Universum zu erkunden.

Wir freuen uns, dass Dr. Jan Kantelhardt vom Institut für Physik der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg sich die Zeit nimmt, uns dieses spannenden Thema näher zu bringen.
Die öffentliche Veranstaltung findet am Freitag den 17. Juni 2016 um 19:30 Uhr im Rahmen des wöchentlichen Vereinstreffs der „Gesellschaft für astronomische Bildung Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.“ im großen Hörsaal des Geologischen Instituts der MLU am Von-Seckendorff-Platz 3 statt.