Eine Finsternis der besonderen Art

Der Riesenplanet Jupiter ist der größte in unserem Sonnensystem und wird von mehr als 60 Monden umrundet. Die vier größten dieser Monde sind die sogenannten galileischen Monde. Diese Begleiter entdeckte Galileo Galilei schon im Jahre 1610.
Die Namen der Monde sind aus der griechischen Mythologie entnommen, sie lauten:
Io, Europa, Ganymed und Kallisto.

Schon mit kleinen Teleskopen lassen sich die Bewegungen dieser Monde verfolgen:

3Jupiter_Monde

Beobachtung der Bewegung der drei Jupitermonde Io, Ganymed und Europa am 28. Oktober 2011.
Europa wandert vor die Planetenscheibe.

Das Jupitersystem bewegt sich relativ schnell. Innerhalb weniger Stunden kann man schon eine Veränderung wahrnehmen. Der Jupiter selbst hat eine Rotationsdauer von knapp 10 Stunden.

Auf ihrem Weg um Jupiter geschieht es immer mal wieder, dass diese Monde zwischen die Sonne und Jupiter gelangen. Dabei werfen sie ihren Schatten auf die Oberfläche des Planeten.

28. Oktober 2011 Europa wirft ihren Schatten auf Jupiter

28. Oktober 2011 Europa wirft ihren Schatten auf Jupiter

Dieses Ereignis kann ebenfalls mit Amateurteleskopen verfolgt werden. Im schwarzen Schatten geschieht, genau wie auf der Erde, eine Sonnenfinsternis, auf die wir von aussen schauen können.

Jupitermond_Europa04.Nov2011

Durchgang des Jupitermondes Europa am 04. November 2011
Diese Animation entstand in einer Zeit von etwa 3,5 Std. als Gemeinschaftarbeit der Mitglieder unseres Vereins. Alle vier Minuten haben wir ein kurzes Video aufgenommen. Aus diesen Videos entstanden dann am Computer 92 Einzelbilder.

Manchmal sieht man den Schatten von zwei Monden gleichzeitig und in ganz seltenen Fällen sind auch drei Schattenwürfe zu beobachten.
Im Oktober 2013 war ein solches Ereignis.
In diesem Forum ist zu sehen, wie ein Sternfreund im richtigen Augenblick den Auslöser betätigte.

  • Johannes sagt:

    Großartige astronomische Arbeit. Was hätten die Wissenschaftler bzw. die Gelehrten zu Zeiten Galileo Galileis gegeben, um so einen Blick auf einen anderen Planeten mitsamt seinen Monden zu bekommen.

    Das zeigt, dass amateur-astronomische Arbeit viel für die Wissenschaft tun kann!

  • steffen sagt:

    Durch die Visualisierung können wir astronomische Inhalte auch besser und verständlicher vermitteln. Na und außerdem macht es einen Riesenspaß solche Techniken in der Gemeinschaftsarbeit mit Anderen auszuprobieren.
    Danke Johannes!