Earth Hour 2014

Heute, am 29. März 2014, gehen 20:30 Uhr für eine Stunde viele Lichter weltweit aus. Damit setzt man im Zuge einer Kampagne des WWf ein Zeichen für den Umweltschutz. Auch Halle (Saale) schließt sich an und schaltet unter anderem die Beleuchtung der Hausmannstürme, des Roten Turms und der Oberburg Giebichenstein ab.

Gestartet wurde die als "Earth Hour" ("Stunde der Erde") bekannte Umweltschutzkampagne 2007 von WWF-Australia und beschränkte sich vorerst auf Sydney. Noch im selben Jahr folgten nacheinander London und San Francisco, und forderten unter dem Motto "Lights Out" ihre Bevölkerung auf, für eine Stunde die Lichter zu löschen. Earth Hour (© Angel) Am 8. Dezember wurde es in vielen Orten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz für 5 Minuten dunkel, womit die Kampagne erstmals länderübergreifend durchgeführt wurde. Seit dem wird jährlich weltweit in über 6000 Städten zur "Stunde der Erde" auf diese Weise für mehr Umweltbewusstsein geworben.

Hauptziel ist es, den Umweltschutz ins öffentliche Blickfeld zu rücken. Die tatsächlichen Stromeinsparungen und die damit verbundene Senkung des CO2-Ausstoßes sind hierbei zwar eher zu vernachlässigen, doch schaffte Toronto 2009 Stromeinsparungen von 15,1%. Kritiker bezweifeln die Wirksamkeit der Kampagne und starteten selbst die Aktion "Licht an - aber richtig". Hierbei soll darauf hingewiesen werden, dass durch die Verwendung stromsparender Leuchtmittel auf Dauer mehr Energie gespart werden kann, als es durch eine zeitweilige Abschaltung möglich ist.

Neben der Umweltbelastung durch den hohen Stromverbrauch schadet auch das Licht selbst. Insbesondere nachtaktive Tiere leiden unter den künstlichen Lichtquellen. So verenden an jeder Laterne mit hohem Blauanteil pro Nacht durchschnittlich 150 Insekten.  Die Orientierung von Zugvögeln wird soweit beeinträchtigt, dass diese gegen stark beleuchtete Gebäude fliegen und sich dabei verletzen.
Laubbäume welche sehr nah an Laternen stehen verlieren ihre Blätter meist zu spät, was zu Frostschäden führen kann.

Durch die starke Beleuchtung des Nachthimmels sind von den theoretisch über 6000 sichtbaren Sternen in größeren Städten nicht mal mehr 100 zu sehen, was besonders bei Astronomen zu Frust führt. So ist beispielsweise des Sternbild "kleiner Wagen", das mit dem Polarstern den Himmelsnordpol markiert, kaum noch zu erkennen. Viele Menschen kennen Objekte wie die Milchstraße nur von Aufnahmen oder aus dem Planetarium.

Es lohnt sich also, öfter mal das Licht löschen, um so einen Beitrag zur Erhaltung unserer Umwelt leisten zu können. Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage der diesjährigen "Earth Hour":  www.wwf.de/earth-hour-2014.