2013 das Jahr der Kometen

Das Jahr 2013 steht im Zeichen der Kometen. Ab Mitte März kann Panstarrs am westlichen Abendhimmel sogar mit bloßem Auge gesehen werden.

Komet Lemmon könnte Mitte Mai hell genug werden, um mit dem Fernglas beobachtbar zu sein. Abschließend verspricht Komet ison ab November zu einem sehr hellen Kometen zu werden, welcher sogar am Tageshimmel zu sehen sein könnte. Man spricht dann von einem Jahrhundertkometen.

Komet C/2011 L4 Panstarrs

Die Entdeckung

Der Komet Panstarrs wurde am 6. Juni 2011 mit dem Pan-STARRS-Teleskop entdeckt, welches sich auf dem 3055 Meter hohen Vulkan Haleakala auf der Insel Maoi befindet. PANSTARRS ist die Abkürzung für Panoramic Survey Telescope And Rapid Response System. Die Hauptaufgabe des 1,8 Meter großen Teleskops besteht darin, Asteroiden, Kometen und veränderliche Sterne suchen und zu beobachten.

Panstarrs scheinbare Bahn am nördlichen Himmel beginntin den Fischen. Sie führt nordwärts durch Andromeda bis in die Kassiopeia. Durch seine Nähe zur Sonne ist Panstarrs anfangs nur sehr kurz in der frühen Abenddämmerung am Westhorizont sichtbar. Er steigt mit jedem Tag ein wenig den westlichen Horizont hinauf. Am 5. März hat der Komet Panstarrs mit 1,09 AE seinen erdnahen Punkt. Ab dem 11. März befindet er sich erstmals weit genug über den abendlichen Westhorizont, um bei sehr guten Sichtbedingungen beobachtet werden zu können. Am 13. März gesellt sich die sehr junge, zunehmende Mondsichel zu Panstarrs. Er ist immer früher am Abend zu sehen. Am 20. März kann er bei fortgeschrittener Dämmerung beobachtet werden. Leider entfernt sich der Komet ab dem 10. März zunehmend von der Sonne und Erde und verliert somit wieder an Helligkeit und scheinbarer Größe. Außerdem stört der zunehmende Mond die Sichtbarkeit des Kometen.

Die Sonne und ihr anregendes Moment

Die Bahn von Panstarrs führt vermutlich das erste Mal in eine sonnennahe Passage. Das könnte bedeuten, dass Panstarrs unverbraucht ist und somit eine große Menge Staub und Gas in sich gebunden mitführt. In Sonnennähe erfahren Kometen eine stärkere Sonneneinstrahlung. Dadurch werden bei der Erwärmung im Innern gebundenes Gas und Staub freigesetzt. Diese prägen den Schweif eines Kometen. Bei frischen, staubhaltigen Kometen wie Panstarrs könnte dies explosionsartig geschehen. Dabei werden große Mengen von Partikeln ausgestoßen, was wiederum den Schweif um ein vielfaches intensiver erstrahlen lässt. Somit könnte Panstarrs in sehr kurzer Zeit immens an Helligkeit gewinnen oder gar in viele Teile zerbrechen. Es bleibt also spannend.